Vorbereitung auf Olympia: Wie du mit Fokus ans Ziel gelangst?

Vorbereitung auf Olympia: Wie du mit Fokus ans Ziel gelangst?

Vier Jahre Vorbereitung und dann dieser eine Moment. Stille vor dem Start, der Blick auf die Strecke, die Gedanken kreisen. Lass dich durch diesem Artikel mitnehmen wie sich Spitzensportler vor allem mental und emotional auf die Olympischen Spiele 2026 in Milano Cortina vorbereiten. Wie Druck, Erwartungen und Unsicherheit Einfluss auf Leistungsfähigkeit nehmen und welche Rolle die mentale Vorbereitung spielt.  

Ein Blick hinter die Kulissen meiner sportpsychologischen Arbeit und darauf, warum auch bei Olympia der Kopf ein entscheidender Faktor für Medaillen ist. 

Was passiert, wenn sich Olympia als Traum anders erfüllt?

Olympia ist für viele Sportler*innen ein Traum. Und oftmals bleibt er es auch. Für mich als Sportler ebenso. Es blieb mir verwehrt, in meinem Sport selbst dort dabei zu sein. 

Aber: Als Sportpsychologe und Coach bin ich 2026 dabei. Und ganz nah dran und mit vor Ort. Wow. 

Es erfüllt mich und macht mich unglaublich stolz, gleich vier Spitzensportler*innen und wahnsinnig tolle Persönlichkeiten auf ihrem individuellen und gemeinschaftlichen Weg zu den Olympischen Spielen 2026 nach Val di Fiemme und Predazzo begleiten zu dürfen. Es fühlt sich fast ein wenig surreal an, weil ich darüber lange nicht nachgedacht habe und sich gleichzeitig ein Traum meiner Arbeit als Sportpsychologe und Coach erfüllt. Wie es dazu kam, dass ich 2026 nach Italien reise und live dabei sein werde, hat aus meiner Sicht auch viel mit meiner Haltung zu tun. Der Fokus auf das, was im Moment wirklich zählt. 

Warum ist mentale Präsenz im Spitzensport wichtiger als Medaillendenken? 

Als ich vor knapp zwei Jahren mit Johannes Rydzek die Zusammenarbeit gestartet habe, hatte ich keinen Gedanken daran, möglicherweise einmal mit ihm zu den olympischen Spielen zu fahren. Mir war bewusst, mit wem ich da zusammenarbeite, und ich habe sehr schnell erkannt, welches immense Potenzial in ihm steckt. 

Doch in der Zusammenarbeit ging und geht es um den gegenwärtigen Moment. Sich darauf zu konzentrieren und zu fokussieren, was jetzt gerade gefordert ist. Es geht um absolute Präsenz. Um die Klarheit: was tue ich gerade, was sollte ich tun und was möchte ich tun? 

Genau das ist eine zentrale Säule meiner Arbeit sowohl mit Spitzensportler*innen als auch mit Führungskräften im Mental Coaching.

Wie kann mentale Klarheit trainiert werden, im Sport wie im Alltag? 

Für deine mentale Toolbox darfst du dir genau das mitnehmen: Präsent im Moment zu sein und dich gezielt darin üben.  

Diese wertvolle Reflexionsfrage kann dich dabei unterstützen: 

Wie klar ist mir gerade, was ich tue? 

Um noch tiefer zu gehen, kannst du dich fragen: 

Warum mache ich, was ich gleich machen werde? 

Was möchte ich mit dieser Sache erreichen? 

Was macht mentale Arbeit bei Olympiasiegern wirklich aus? 

Was mich an Johannes so sehr begeistert und beeindruckt, ist seine absolute Leidenschaft und sein unglaublicher Wille. Nicht nur auf der mentalen Ebene, sondern vor allem auf der emotionalen und menschlichen Ebene: darin, wie er seinen Sport lebt und liebt. 

Seine Bereitschaft, mit all dem, was er bereits an sportlichen und persönlichen Erfolgen erreicht hat, gemeinsam mit mir intensiv und tief in die mentale Arbeit zu investieren, macht ihn als Mensch und Sportler aus. 

Während viele Persönlichkeiten sagen, sie seien bereits mental stark und emotional gefestigt, hat er diese Haltung für sich beiseitegestellt. Er ist seiner Neugierde und seiner Passion gefolgt und hat sich gefragt: Was ist noch möglich? 

Bin ich irgendwann mental stark genug, oder hört Entwicklung nie auf? 

Für mich ist Johannes auch hier ein Vorbild und Vorreiter, für Persönlichkeiten im und neben dem Sport. Leadern, Führungskräften und High Performern zeigt er, dass selbst mit bereits stark ausgeprägter mentaler Stärke nicht am Ende seiner Entwicklung steht. 

Die innere Arbeit kennt keinen Endpunkt. Sie ist immer wichtig, wertvoll und bereichernd. 

Johannes Bereitschaft, an sich zu arbeiten, und sein Selbstverständnis, dass ich unsere Zusammenarbeit öffentlich teilen darf, bedeuten mir viel. 

Danke dir dafür, lieber Johannes. Es erfüllt mich mit Stolz, dass du der Welt –dir selbst und auch mir– zeigst, was mentale und emotionale Arbeit für persönliche Entwicklung, Leistungsfähigkeit und Erfolg bereithält. Und ich wünsche mir mehr Persönlichkeiten wie dich, im Sport wie auch im Business. Chapeau.  

Warum Vertrauen die Grundlage mentaler Arbeit im Spitzensport ist 

Integrität und Vertrauen stehen für mich in meiner Arbeit immer an oberster Stelle. Als Sportpsychologe und Coach begleite ich einige Sportlerinnen und Sportler, die aus persönlichen Gründen nicht möchten, dass unsere Zusammenarbeit öffentlich geteilt wird. Dem Wunsch zu entsprechen, ist für mich selbstverständlich. 

Gleichzeitig erkenne ich die große Bedeutung, wenn Sportler wie Johannes offen über unsere Zusammenarbeit sprechen. 

Weil ihm weitere Spitzensportlerinnen wie Laura Gimmler Laura Gimmler - Instagram und Coletta Rydzek Coletta Rydzek - Instagram gefolgt sind. Danke Mädels, auch für eure Bereitschaft, die gleiche Offenheit und euer Selbstverständnis unsere Zusammenarbeit teilen zu dürfen. 🙌🏼 

Woran zeigt sich mentale Stärke wirklich im Spitzensport? 

Die mentale Arbeit findet fast ausschließlich im Hintergrund und oft im Verborgenen statt. Ihre Wirkung ist dennoch enorm. 

Mentale Stärke zeigt sich aus meiner Sicht häufig im Wohlergehen, in der inneren Haltung und Stimmung der Athlet*innen oder auch in einer schnelleren emotionalen Erholung nach einem vermeintlichen Misserfolg. 

Für mich spiegeln das Lächeln, die innere Zufriedenheit und natürlich auch die starken Platzierungen und Podiumsplätze in den Weltcups den Mehrwert, das Wachstum und den Erfolg unserer gemeinsamen Arbeit wider. Noch entscheidender jedoch, ist das persönliche Feedback und Empfinden der Athlet*innen selbst. 

Warum bei Olympia nicht alles perfekt sein muss

Für Olympia kann ich sagen: Alle vier Sportler*innen sind mental wie emotional super aufgestellt und vorbereitet. Wir dürfen uns also auf spannende Wettkämpfe freuen. 

Die Frage nach Medaillen ist aus meiner Sicht oft zu präsent und vernebelt unsere Sinne und das, worauf es im Moment des Rennens und Wettkampfs wirklich ankommt. Genau darauf sind meine Athlet*innen mental eingestellt. 🤙🏽

Ohne zu viel Insides zu geben, möchte ich diesen Gedanken noch teilen: Im Außen wird Olympia oft so dargestellt, als müsse alles perfekt sein, als müsse alles stimmen

Ganz ehrlich? Das ist aus meiner Sicht totaler Quatsch. 

Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht. 

Möchtest du mehr wissen? Beschäftigt dich die mentale Facette schon länger und spürst du, dass da noch mehr möglich wäre? Dann komm gerne auf mich zu, es ist nie zu spät dafür über sich selbst hinauszuwachsen.  

Lass uns unverbindlich sprechen und schauen, wie ich dich, dein Team oder deine Organisation unterstützen kann. 

Ich freue mich drauf.  

Alles Liebe 

dein Ben 

Liberating Structures: Meetings spannend und effizient gestalten

Liberating Structures: Meetings spannend und effizient gestalten

 

Warum viele Meetings scheitern

In meinem Podcast sprach ich vor kurzem mit Birgit Nieschalk. Ein Teil des Gesprächs ist mir noch lange in Erinnerung geblieben. Birgit erzählte mir von dem Moment, der alles verändert hat.  

Sie öffnete die Tür, trat in einen Raum – und blieb stehen. Dreißig Menschen bewegten sich durcheinander, redeten, tauschten Zettel aus, schrieben Ideen auf. Es herrschte kein Chaos, sondern Energie. Kein langweiliges Meeting, sondern effiziente Zusammenarbeit.  

Das war das erste Mal, dass Birgit Liberating Structures erlebte: 25/10 Crowd Sourcing. In nur 15 Minuten entstanden so viele Ideen, wie es Menschen im Raum gab. Gemeinsam, strukturiert und ohne gelangweilte Gesichter. 

In diesem Blog soll es um diese Strukturen gehen, um Liberating Structures und wie man es schafft, dass alle Personen ein einem Meeting aktiv mitdenken und der Redefluss nicht von ein paar Menschen dominiert wird.  

Wenn Du noch weitere persönliche Erfahrungen und Herausforderungen mit Liberating Structures hören möchtest, lade ich Dich herzlich dazu ein, in meinen Podcast mit Birgit reinzuhören. Ich bin mir sicher, dass du wertvolle Impulse für Dich mitnehmen wirst. 

Was sind Liberating Structures? 

Erstmal sollte die Frage geklärt werden, was sind Liberating Structures (LS)? Liberating Structures sind ein Repertoire von über 30 Mikro-Formaten, erfunden von Henri Lipmanowicz und Keith McCandless. Ziel: Gruppenprozesse so zu gestalten, dass jede Stimme gehört wird, ohne dass professionelle oder komplexe Moderation nötig ist.  

Statt Starre oder völlige Offenheit nutzen sie kleine, klar definierte Schritte, die Beteiligung systematisch verteilen, von der Einzelreflexion über Kleingruppen bis hin zum Plenum. 

„Liberating Structures inject tiny shifts in the way we meet, plan, decide and relate to one another.“ liberatingstructures.com 

Die LS-Community spricht von einem „Werkzeugset“ für lebendige Meetings, das mit einfachen Regeln große Wirkung entfalten kann.  

Die 5 zentralen Gestaltungs-Elemente 

Damit Liberating Structures gelingen, helfen dir fünf Bausteine: 

Einladung 
Formuliere eine gute Frage oder Herausforderung offen, relevant und motivierend. 

Verteilung der Beteiligung 
Plane, wer, wann, mit wem spricht (z. B. Paare, Vierergruppen, Plenum). So dominieren nicht nur die lautesten Personen. 

Raum & Anordnung 
Sitzordnung, Stehen vs. Sitzen, solche Aspekte beeinflussen die Dynamik und Stimmung. 

Zeitrahmen 
Jede Phase hat eine klare Zeitspanne (z. B. 1, 2, 4, 5 Minuten). Dadurch bleibt der Ablauf fokussiert und kompakt. 

Ablauf & Materialien 
Jeder Schritt ist klar definiert, was zu tun ist, wie viele Personen beteiligt sind, mit welchen Hilfsmitteln (Zettel, Flipchart etc.). 

Wenn du diese fünf Elemente verstanden hast, kannst du fast jede Liberating Structure adaptieren oder sogar spontan eigene Varianten gestalten. 

Warum funktionieren sie?

 Liberating Structures wirken, weil sie Meetingdynamiken bewusst umlenken

Inklusion statt Dominanz: Jede*r hat Gelegenheit, Gedanken erst still zu reflektieren. Dann in kleinen Gruppen zu teilen, bevor alles offen ins Plenum kommt. 

Vielfalt der Perspektiven wird mobilisiert: Auch vermeintlich „leise“ Stimmen kommen zur Wirkung. 

Struktur im Kleinen: Die klaren Mikroabläufe verhindern Chaos, schaffen Orientierung und Sicherheit. 

Schnelles Feedback und Reflexion: Viele LS sind „forgiving“. Sie lassen sich anpassen und trotzdem erhalten wir sinnvolle Ergebnisse. 

Verteilte Verantwortung: Führung und Steuerung werden nicht mehr exklusiv von wenigen übernommen, sondern auf Teilnehmende verteilt.  

Ein Beispiel: 1-2-4-All 

Eine für mich tolle Methode, die ich häufig nutze, erst vor kurzem im Gruppencoaching mit meinen Spitzensportlern aus Oberstdorf wieder. Ein Format, welches illustriert, wie solche Strukturen praktisch wirken:  

Ablauf (ca. 10 – 15 Minuten): 

1 Minute: Jede Person reflektiert still für sich. 

2 Minuten: Austausch in Paaren, in denen Gedanken erweitert oder geklärt werden. 

4 Minuten: Zusammenschluss zu Vierergruppen, Austausch und Verdichtung. 

5 Minuten: Jede Vierergruppe teilt mit dem Plenum eine Idee, die ihr wichtig erscheint. 

Dieser Ablauf erzeugt Raum für viele Stimmen und bündelt Erkenntnisse systematisch, ohne dass einzelne dominieren. 
 
Für mehr Formate der Liberating Structures kannst du hier mehr Lesen: 
https://www.liberatingstructures.com/ 

Kritische Perspektiven & Grenzen 

Damit LS wirkungsvoll sind, ist es wichtig, auch ihre Grenzen und Kritik zu kennen: 

Wirklich übernahmslos? 
LS fordern Führungskräfte auf, Kontrolle loszulassen. Für manche ist das ungewohnt und mit Unsicherheit verbunden.  

Methodenversessenheit 
Manche erleben es als lästig, ständig in Formate gezwungen zu werden („Immer 1-2-4-All, immer wieder“). Das kann zu Ermüdung führen.  

Missbrauch von Struktur 
In stark kontrollierten Organisationen könnten LS formal eingeführt werden, ohne dass echte Verantwortungsteilung stattfindet. Manchmal bleiben sie eher eine Style-Übung als wirklicher Wandel.  

Nicht universell hoch wirksam 
In komplexen Sachfragen oder wenn tiefes Expertenwissen erforderlich ist, reichen LS allein nicht aus. Sie müssen oft mit fachlicher Analyse oder Entscheidungsprozessen kombiniert werden. 

Erfahrungsabhängigkeit 
Wer neu mit LS arbeitet, tut sich oft schwer, passende Strukturen auszuwählen oder flexibel anzupassen. Übung und Reflexion sind entscheidend.  

 

Einstieg & Anwendung

So kannst du LS Schritt für Schritt im Alltag einsetzen: 

  • Wähle eine passende Struktur 

  • Starte mit einfachen Formaten wie 1-2-4-All oder Impromptu Networking. 

  • Erkläre kurz den Ablauf 
    („Wir nutzen eine Methode, bei der es darum geht, das jede*r zunächst seine Gedanken sammeln und wir dann in kleinen Gruppen darüber sprechen und uns austauschen …“) 

  • Starte kompakt: Schon 5–10 Minuten reichen oft aus, um die Wirkung zu spüren. 

  • Plane eine Nachbesprechung ein. Am Ende ist es wichtig zu erfahren: Was lief gut? Was wollen wir beim nächsten Mal anders machen? 

  • Weite es Langsam aus: Wenn erste Erfahrungen positiv sind, kannst du LS in größere Workshops, Projektmeetings oder strategische Sitzungen einführen. 

Ressourcen

Die Website liberatingstructures.com bietet alle Strukturen mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen.  

Das Buch The Surprising Power of Liberating Structures liefert Erklärungen, Hintergründe und Praxisbeispiele.

Fazit 

Aus meiner Erfahrung und Sicht zeigen Liberating Structures eindrücklich: Meetings und Workshops müssen weder langweilig noch ineffizient sein. Mit schlanken Strukturen lassen sich Beteiligung, Kreativität und Klarheit deutlich steigern. 

Wenngleich: Sie sind kein Allheilmittel. Damit sie wirken, braucht es Offenheit, Übung und die Bereitschaft, Kontrolle abzugeben. Wenn du in deinem Team spürst, dass mehr Potenzial da ist als geborgen wird, dann lohnt sich der erste Versuch mit einer Struktur. 

Gerne unterstütze ich dich, dein Team oder Organisation darin, erste Erfahrungen mit den Tools von Liberating Structures zu sammeln und vor allem passende Strukturen für deinen Kontext und Herausforderungen auszuwählen. Schreib mir bei Interesse eine unverbindliche E-Mail und ich melde mich bei dir. 
Hier findest du meine Kontaktseite.
 
Alles Liebe, dein Ben  

 

Mehr zum Thema Liberating Structures:

https://fullcirc.com/2019/08/14/criticisms-and-cures-around-liberating-structures/?utm_source=chatgpt.com

https://keithmccandless.medium.com/liberating-structures-change-methods-for-everybody-every-day-648e9c0d04a7

Die Macht des Perspektivwechsels im Führungskräftecoaching

Die Macht des Perspektivwechsels im Führungskräftecoaching

Unsere Gedanken formen unsere Realität. Doch manchmal sind wir in unseren eigenen Denkmustern gefangen und sehen nur eine begrenzte Sichtweise auf ein Problem oder eine Situation. Als Führungskraft trägst du eine enorme Verantwortung und stehst oft vor komplexen Entscheidungen und Problemen. Ein Perspektivwechsel eröffnet neue Horizonte und ermöglicht es dir, aus einer anderen, frischen Sicht auf die Dinge zu blicken. Dies kann nicht nur dabei helfen, innovative Lösungen zu finden, sondern auch unser Verständnis für verschiedene Standpunkte und Ansichten zu erweitern.

Der Perspektivwechsel

Ein entscheidender Schritt für einen erfolgreichen Perspektivwechsel ist die Bereitschaft, sich für neue Ideen und Sichtweisen zu öffnen. Dies erfordert oft Mut und die Fähigkeit, sich von alten Denkmustern zu lösen. Als Führungskraft ist es wichtig, dir bewusst zu machen, dass es nicht immer die naheliegendste Lösung oder der offensichtliche Weg ist, der zum Erfolg führt. Indem du dich für alternative Perspektiven öffnest, kannst du neue Wege entdecken, um Herausforderungen anzugehen und dich persönlich weiterzuentwickeln.

Das Gespräch mit anderen suchen

Ein weiterer effektiver Weg, um einen Perspektivwechsel zu initiieren, ist das Gespräch mit anderen. Dabei müssen es nicht zwangsläufig Freunde oder Familienmitglieder sein. Oftmals können gerade Gespräche mit externen Personen wie Mentore*innen, Kolleg*innen oder Coaches wertvolle Einsichten bieten. Diese Personen bringen eine andere Erfahrung und Expertise mit, die es dir ermöglicht, ein Problem aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und neue Lösungsansätze zu entwickeln.

Die Rolle des Coachings für Führungskräfte

Als Coach für Führungskräfte helfe ich dir dabei neue Perspektiven zu entdecken und deine Denkmuster zu erweitern. Durch gezielte Fragen und Gespräche unterstütze ich dich dabei, aus deinen gewohnten Denkweisen und Mustern auszubrechen und neue Wege zu erkunden. Dabei geht es nicht nur um die Lösung konkreter Probleme, sondern auch um die persönliche Weiterentwicklung und das Erreichen deiner langfristigen Ziele.

Hast du Interesse? Dann melde dich gerne bei mir unter post@bengoeller.de oder lass uns dazu unverbindlich https://calendly.com/bengoeller/gespraechmitben ins Gespräch gehen.

Kommunikation verbessern: Effektive Führung dank Ich-Kommunikation

Kommunikation verbessern: Effektive Führung dank Ich-Kommunikation

Kommunikation spielt eine zentrale Rolle im Arbeitsalltag, sei es im Umgang mit MitarbeiterInnen, KollegInnen oder Vorgesetzten. Eine effektive Kommunikation verbessert nicht nur die Arbeitsbeziehungen, sondern auch die Teamleistung und das Wohlbefinden aller Beteiligten. Für Führungskräfte ist die Ich-Kommunikation ein entscheidendes Werkzeug, um Missverständnisse zu vermeiden und klarere, respektvollere Dialoge zu führen. So kannst du deine Kommunikation verbessern und dadurch das Arbeitsklima optimieren.

Was ist Ich-Kommunikation?

Ich-Kommunikation ist eine Kommunikationsmethode, bei der du deine Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche aus der Ich-Perspektive ausdrückt. Anstatt beispielsweise zu sagen: „Sie sind immer so unzuverlässig!“, würdest du sagen: „Ich fühle mich unwichtig, wenn Termine nicht eingehalten werden.“ Diese Art der Kommunikation hilft, defensives Verhalten zu vermeiden und fördert ein konstruktiveres Gespräch. Durch diese Methode kannst du deine Kommunikation verbessern und effektiver gestalten.

 

Warum Ich-Kommunikation wichtig ist

Die Ich-Kommunikation hilft dabei, Missverständnisse zu minimieren und Konflikte zu entschärfen. Wenn wir aus unserer eigenen Perspektive sprechen, statt Vorwürfe zu machen, fühlt sich unser Gegenüber weniger angegriffen und ist offener für unsere Sichtweise. Für Führungskräfte bedeutet dies, dass sie die Kommunikation verbessern und eine produktivere Arbeitsumgebung schaffen können.

 

Kommunikation verbessern im Berufsleben

Führungskompetenz steigern

Für Führungskräfte ist es essenziell, die Kommunikation zu verbessern, um ein produktives und motivierendes Arbeitsumfeld zu schaffen. Durch Ich-Kommunikation können sie ihre Erwartungen klar formulieren und Feedback geben, ohne dass Mitarbeiter defensiv reagieren. Dies fördert eine Kultur des Vertrauens und der Offenheit. Mit verbesserten Kommunikationsfähigkeiten kannst du als Führungskraft dein Team besser leiten.

Konfliktmanagement

In jeder Organisation gibt es gelegentlich Konflikte. Führungskräfte, die die Ich-Kommunikation beherrschen, können Konflikte effizienter lösen. Indem sie ihre eigenen Gefühle und Beobachtungen darlegen, anstatt Vorwürfe zu machen, schaffen sie Raum für konstruktive Lösungen. So lässt sich die Kommunikation verbessern und Konflikte werden schneller beigelegt.

Mitarbeiterbindung

Mitarbeitende fühlen sich eher wertgeschätzt und verstanden, wenn Führungskräfte offen und ehrlich über ihre eigenen Gefühle und Erwartungen sprechen. Dies stärkt das Vertrauen und die Bindung zum Unternehmen. Eine verbesserte Kommunikation führt zu einer stärkeren Mitarbeiterbindung und Zufriedenheit.

Effektive Teamarbeit

Eine klare und respektvolle Kommunikation verbessert die Zusammenarbeit im Team. Durch Ich-Kommunikation können Führungskräfte sicherstellen, dass alle Teammitglieder sich gehört und respektiert fühlen, was die Teamdynamik und die Leistung steigert. Indem du deine Kommunikation verbesserst, förderst du eine harmonische und produktive Teamarbeit.

 

Tipps zur Verbesserung deiner Ich-Kommunikation

  1. Bleibe bei dir: Beginne deine Sätze mit „Ich“ und nicht mit „Sie“ oder „Du“. Dies lenkt die Aufmerksamkeit auf deine Gefühle und Erfahrungen.
  2. Sei konkret: Formuliere klar und spezifisch, was dich stört oder was du benötigst.
  3. Vermeide Verallgemeinerungen: Vermeide Wörter wie „immer“ oder „nie“, da diese oft übertrieben und ungerechtfertigt sind.
  4. Bleib ruhig und respektvoll: Auch wenn du verärgert bist, versuche, ruhig zu bleiben und respektvoll zu kommunizieren.

Für weitere Praxistipps höre dir die Podcastfolge "Ich-Kommunikation: Dein Weg zu authentischen Beziehungen" mit Timo Niessner, Mentaltrainer und Apnoe-Tauche an:


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Weitere Informationen

Fazit

Die Verbesserung deiner Kommunikation durch Ich-Kommunikation kann im Berufsleben enorme Vorteile bringen. Führungskräfte können ihre Führungskompetenzen verbessern, Konflikte effizienter lösen, die Mitarbeiterbindung stärken und die Teamarbeit effektiver gestalten.

Indem du deine Kommunikation verbesserst, schaffst du ein positiveres und produktiveres Arbeitsumfeld.

Wenn du Unterstützung bei der Verbesserung deiner Kommunikationsfähigkeiten benötigst, biete ich Soft Skill Trainings für Führungskräfte an. Buche hier dein Gespräch für ein unverbindliches Kennenlernen: Zum Mentalen Fokus Gespräch

Ich freue mich darauf, von dir zu hören.

Alles Liebe,

Visualisierung im Management: Mehr als nur Gedanken

Visualisierung im Management: Mehr als nur Gedanken

Buddha hat einst gesagt: "Wir sind, was wir denken; alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt." Diese Weisheit beschreibt treffend die Kraft der Visualisierung. Visualisierung ist eine Technik aus der Sportpsychologie, die sich als äußerst effektiv erwiesen hat und auch im beruflichen Kontext eine große Wirkung entfalten kann.

Führungskräfte nutzen diese Technik, um ihre Ziele zu erreichen, ihre Führungskompetenzen zu stärken und Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Die mentale Simulation eines realen Ereignisses kann die Leistungsfähigkeit und Zielerreichung maßgeblich unterstützen.

Die Methode der Visualisierung

Visualisierung bedeutet, sich Bewegungen oder Situationen intensiv vorzustellen und dabei möglichst viele Sinne einzubeziehen. Man stellt sich nicht nur die Bilder vor, sondern auch die zugehörigen Geräusche, Gerüche, Geschmäcker und körperlichen Empfindungen. Dadurch wird das mentale Bild lebendiger und realistischer.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass bei der Visualisierung ähnliche neuronale Muster aktiviert werden wie bei der tatsächlichen Durchführung der Handlung. Das bedeutet, dass das Gehirn oft keinen Unterschied erkennt, ob eine Situation real erlebt oder nur intensiv vorgestellt wurde.

Voraussetzungen und Anwendung

Für die erfolgreiche Anwendung der Visualisierung sind zwei Hauptvoraussetzungen entscheidend: die Überzeugung von der Wirksamkeit der Methode und die Bereitschaft, sie regelmäßig zu praktizieren. Visualisierung ist eine erlernbare Fähigkeit, die durch ständiges Üben verfeinert wird. Führungskräfte können diese Technik nutzen, um sich auf wichtige Meetings, Präsentationen oder strategische Entscheidungen vorzubereiten. Indem sie sich die Situation detailliert vorstellen und verschiedene Szenarien durchspielen, können sie ihre Selbstsicherheit und Entscheidungsfähigkeit stärken.

Ein praktisches Beispiel ist die Vorbereitung auf eine wichtige Präsentation. Stellt dir vor, wie du vor dem Publikum stehst, welche Worte du wählst, wie die Zuhörer reagieren und wie du auf Fragen antwortest. Dabei beziehst du alle Sinne ein: das Sehen der Gesichter im Raum, das Hören der eigenen Stimme und der Reaktionen des Publikums, das Fühlen des Bodens unter den Füßen und des Papiers in den Händen, den Geruch des Raumes und vielleicht sogar den Geschmack des Getränks, das du trinkst.

Verschiedene Arten der Visualisierung

Es gibt drei Hauptarten der Visualisierung: visuell, auditiv und kinästhetisch. Jede Art spricht unterschiedliche Sinne an und kann individuell angepasst werden.

1. Visuelle Visualisierung: Hierbei stellst du dir vor, wie du selbst in einer bestimmten Situation aussiehst. Führungskräfte können sich beispielsweise vorstellen, wie sie erfolgreich ein Teammeeting leiten, ihre Körpersprache und ihren Gesichtsausdruck beobachten.

2. Auditive Visualisierung: Diese Methode konzentriert sich auf die Geräusche und inneren Dialoge während einer Handlung. Du stellst dir vor, welche Töne und Stimmen du hörst und welche Selbstgespräche du führst. Führungskräfte können sich die positive Rückmeldung eines Teams oder die eigene überzeugende Stimme bei einer Präsentation vorstellen.

3. Kinästhetische Visualisierung: Diese Art fokussiert sich auf die körperlichen Empfindungen während einer Handlung. Du stellst dir vor, wie sich dein Körper in der Situation anfühlt. Führungskräfte können sich vorstellen, wie sie sich bei einer Verhandlung oder einem schwierigen Gespräch körperlich fühlen, um so ihre Körpersprache und ihr Auftreten zu optimieren.

Regelmäßiges Üben und Integration in den Alltag

Wie bei jeder psychologischen Technik erfordert auch die Visualisierung regelmäßiges Üben und trainieren. Anfangs kann es schwierig sein, sich die Handlungen klar und detailliert vorzustellen. Doch mit der Zeit und durch kontinuierliches Training wird die Vorstellungskraft immer präziser. Führungskräfte können Visualisierung in ihre täglichen Routinen einbauen. Beispielsweise am Morgen eine kurze Visualisierungsübungen durchführen, in den Aufgaben, die sie heute erwartet. Oder am Abend den Tag reflektieren und Situationen erneut vor dem inneren Auge ablaufen lassen und bei Bedarf Änderungen vorzunehmen.

Fazit

Visualisierung ist eine effektive mentale Technik, die sowohl von Sportler*innen als auch von Führungskräften und anderen Personen zur Leistungssteigerung und Zielerreichung genutzt werden kann. Indem man sich Handlungen intensiv vorstellt, kann man nahezu die gleichen neuronalen Aktivierungen erreichen wie bei der tatsächlichen Durchführung. Diese Technik erfordert Überzeugung, Bereitschaft und regelmäßiges Training, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Durch die Einbeziehung aller Sinne und die Anpassung der Visualisierungsart an die eigenen Präferenzen kann man die Visualisierung noch effektiver gestalten und damit die eigene Leistung erheblich verbessern.

Wenn du neugierig bist, wie Visualisierung dir dabei helfen kann deine sportlichen oder beruflichen Ziele zu erreichen, melde dich gerne bei mir. Ich freue mich darauf, gemeinsam die für dich passende Visualisierungstechnik zu finden.

#06: Umgang mit Leistungsdruck: Wie die Sportlerzeit unsere Karrieren geprägt hat

#06: Umgang mit Leistungsdruck: Wie die Sportlerzeit unsere Karrieren geprägt hat

Sportlerinnen und Sportler sind oft für ihre physischen Fähigkeiten bekannt, doch was viele nicht sehen, ist die mentale Herausforderung, der sie sich stellen müssen. Ähnlich ergeht es auch Unternehmer*innen. Beide Gruppen müssen unter enormem Druck Höchstleistungen erbringen und sich kontinuierlich weiterentwickeln, um erfolgreich zu sein.

In der aktuellen Folge von "Mental Moves" freue ich mich mit einem ehemaligen Handballkollegen und Torwart Damian Bungart zu sprechen. Als Torwart stand Damian unter einer besonderen psychischen Belastung. Er war die letzte Verteidigungslinie - jeder Fehler wurde sofort sichtbar.

Damian erzählt in dieser Episode, wie er gelernt hat, mit diesem Druck umzugehen, und wie seine mentale Stärke ihm nicht nur als Sportler, sondern auch für seine berufliche Zukunft als Unternehmer geholfen hat.


Hier kannst du die Folge anhören:

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Weitere Informationen


Eine wichtige Erkenntnis war dabei die Rolle der persönlichen Entwicklung durch den Sport. Reflexionsfragen zur Selbsteinschätzung haben Damian geholfen, seine Leistung zu steigern und auch schwierige Phasen zu meistern – etwa den Wechsel zwischen verschiedenen Ligen oder das Karriereende wegen Verletzungen.

Routinen geben seinem Alltag Struktur - sei es morgens vor einem wichtigen Match oder vor einem Geschäftstermin. Damian betont außerdem die Wichtigkeit von Pausen zur Energiegewinnung sowie eines proaktiven Ansatzes bei Problemlösungen sowohl auf dem Feld als auch im Privatleben.

Damian hebt hervor, wie wertvoll persönlicher Austausch ist. Externe Perspektiven können wesentlich zum eigenen Fortschritt beitragen, indem sie blinde Flecken aufdecken oder neue Lösungswege anregen. Im Sportlerbereich können Verein diesen Aspekt fördern und dazu beitragen, dass Spieler*innen regelmäßig in den Austausch mit anderen kommen. Im Arbeitsumfeld hingegen bieten Plattformen wie LinkedIn die Möglichkeit, das berufliche Netzwerk zu erweitern und Erfahrungen auszutauschen.

Egal, ob wir uns im Wettkampf befinden oder komplexe Projekte managen, wichtig bleibt dabei unser Handeln und unsere angewandten Strategien regelmäßiger Hinterfragung, um langfristig erfolgreich zu sein.