Vier Jahre Vorbereitung und dann dieser eine Moment. Stille vor dem Start, der Blick auf die Strecke, die Gedanken kreisen. Lass dich durch diesem Artikel mitnehmen wie sich Spitzensportler vor allem mental und emotional auf die Olympischen Spiele 2026 in Milano Cortina vorbereiten. Wie Druck, Erwartungen und Unsicherheit Einfluss auf Leistungsfähigkeit nehmen und welche Rolle die mentale Vorbereitung spielt.
Ein Blick hinter die Kulissen meiner sportpsychologischen Arbeit und darauf, warum auch bei Olympia der Kopf ein entscheidender Faktor für Medaillen ist.
Was passiert, wenn sich Olympia als Traum anders erfüllt?
Olympia ist für viele Sportler*innen ein Traum. Und oftmals bleibt er es auch. Für mich als Sportler ebenso. Es blieb mir verwehrt, in meinem Sport selbst dort dabei zu sein.
Aber: Als Sportpsychologe und Coach bin ich 2026 dabei. Und ganz nah dran und mit vor Ort. Wow.
Es erfüllt mich und macht mich unglaublich stolz, gleich vier Spitzensportler*innen und wahnsinnig tolle Persönlichkeiten auf ihrem individuellen und gemeinschaftlichen Weg zu den Olympischen Spielen 2026 nach Val di Fiemme und Predazzo begleiten zu dürfen. Es fühlt sich fast ein wenig surreal an, weil ich darüber lange nicht nachgedacht habe und sich gleichzeitig ein Traum meiner Arbeit als Sportpsychologe und Coach erfüllt. Wie es dazu kam, dass ich 2026 nach Italien reise und live dabei sein werde, hat aus meiner Sicht auch viel mit meiner Haltung zu tun. Der Fokus auf das, was im Moment wirklich zählt.
Warum ist mentale Präsenz im Spitzensport wichtiger als Medaillendenken?

Als ich vor knapp zwei Jahren mit Johannes Rydzek die Zusammenarbeit gestartet habe, hatte ich keinen Gedanken daran, möglicherweise einmal mit ihm zu den olympischen Spielen zu fahren. Mir war bewusst, mit wem ich da zusammenarbeite, und ich habe sehr schnell erkannt, welches immense Potenzial in ihm steckt.
Doch in der Zusammenarbeit ging und geht es um den gegenwärtigen Moment. Sich darauf zu konzentrieren und zu fokussieren, was jetzt gerade gefordert ist. Es geht um absolute Präsenz. Um die Klarheit: was tue ich gerade, was sollte ich tun und was möchte ich tun?
Genau das ist eine zentrale Säule meiner Arbeit sowohl mit Spitzensportler*innen als auch mit Führungskräften im Mental Coaching.
Wie kann mentale Klarheit trainiert werden, im Sport wie im Alltag?
Für deine mentale Toolbox darfst du dir genau das mitnehmen: Präsent im Moment zu sein und dich gezielt darin üben.
Diese wertvolle Reflexionsfrage kann dich dabei unterstützen:
Wie klar ist mir gerade, was ich tue?
Um noch tiefer zu gehen, kannst du dich fragen:
Warum mache ich, was ich gleich machen werde?
Was möchte ich mit dieser Sache erreichen?
Was macht mentale Arbeit bei Olympiasiegern wirklich aus?
Was mich an Johannes so sehr begeistert und beeindruckt, ist seine absolute Leidenschaft und sein unglaublicher Wille. Nicht nur auf der mentalen Ebene, sondern vor allem auf der emotionalen und menschlichen Ebene: darin, wie er seinen Sport lebt und liebt.
Seine Bereitschaft, mit all dem, was er bereits an sportlichen und persönlichen Erfolgen erreicht hat, gemeinsam mit mir intensiv und tief in die mentale Arbeit zu investieren, macht ihn als Mensch und Sportler aus.
Während viele Persönlichkeiten sagen, sie seien bereits mental stark und emotional gefestigt, hat er diese Haltung für sich beiseitegestellt. Er ist seiner Neugierde und seiner Passion gefolgt und hat sich gefragt: Was ist noch möglich?
Bin ich irgendwann mental stark genug, oder hört Entwicklung nie auf?
Für mich ist Johannes auch hier ein Vorbild und Vorreiter, für Persönlichkeiten im und neben dem Sport. Leadern, Führungskräften und High Performern zeigt er, dass selbst mit bereits stark ausgeprägter mentaler Stärke nicht am Ende seiner Entwicklung steht.
Die innere Arbeit kennt keinen Endpunkt. Sie ist immer wichtig, wertvoll und bereichernd.
Johannes Bereitschaft, an sich zu arbeiten, und sein Selbstverständnis, dass ich unsere Zusammenarbeit öffentlich teilen darf, bedeuten mir viel.
Danke dir dafür, lieber Johannes. Es erfüllt mich mit Stolz, dass du der Welt –dir selbst und auch mir– zeigst, was mentale und emotionale Arbeit für persönliche Entwicklung, Leistungsfähigkeit und Erfolg bereithält. Und ich wünsche mir mehr Persönlichkeiten wie dich, im Sport wie auch im Business. Chapeau.
Warum Vertrauen die Grundlage mentaler Arbeit im Spitzensport ist
Integrität und Vertrauen stehen für mich in meiner Arbeit immer an oberster Stelle. Als Sportpsychologe und Coach begleite ich einige Sportlerinnen und Sportler, die aus persönlichen Gründen nicht möchten, dass unsere Zusammenarbeit öffentlich geteilt wird. Dem Wunsch zu entsprechen, ist für mich selbstverständlich.
Gleichzeitig erkenne ich die große Bedeutung, wenn Sportler wie Johannes offen über unsere Zusammenarbeit sprechen.
Weil ihm weitere Spitzensportlerinnen wie Laura Gimmler Laura Gimmler – Instagram und Coletta Rydzek Coletta Rydzek – Instagram gefolgt sind. Danke Mädels, auch für eure Bereitschaft, die gleiche Offenheit und euer Selbstverständnis unsere Zusammenarbeit teilen zu dürfen. 🙌🏼
Woran zeigt sich mentale Stärke wirklich im Spitzensport?
Die mentale Arbeit findet fast ausschließlich im Hintergrund und oft im Verborgenen statt. Ihre Wirkung ist dennoch enorm.
Mentale Stärke zeigt sich aus meiner Sicht häufig im Wohlergehen, in der inneren Haltung und Stimmung der Athlet*innen oder auch in einer schnelleren emotionalen Erholung nach einem vermeintlichen Misserfolg.
Für mich spiegeln das Lächeln, die innere Zufriedenheit und natürlich auch die starken Platzierungen und Podiumsplätze in den Weltcups den Mehrwert, das Wachstum und den Erfolg unserer gemeinsamen Arbeit wider. Noch entscheidender jedoch, ist das persönliche Feedback und Empfinden der Athlet*innen selbst.
Warum bei Olympia nicht alles perfekt sein muss
Für Olympia kann ich sagen: Alle vier Sportler*innen sind mental wie emotional super aufgestellt und vorbereitet. Wir dürfen uns also auf spannende Wettkämpfe freuen.
Die Frage nach Medaillen ist aus meiner Sicht oft zu präsent und vernebelt unsere Sinne und das, worauf es im Moment des Rennens und Wettkampfs wirklich ankommt. Genau darauf sind meine Athlet*innen mental eingestellt. 🤙🏽
Ohne zu viel Insides zu geben, möchte ich diesen Gedanken noch teilen: Im Außen wird Olympia oft so dargestellt, als müsse alles perfekt sein, als müsse alles stimmen.
Ganz ehrlich? Das ist aus meiner Sicht totaler Quatsch.
Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht.
Möchtest du mehr wissen? Beschäftigt dich die mentale Facette schon länger und spürst du, dass da noch mehr möglich wäre? Dann komm gerne auf mich zu, es ist nie zu spät dafür über sich selbst hinauszuwachsen.
Lass uns unverbindlich sprechen und schauen, wie ich dich, dein Team oder deine Organisation unterstützen kann.
Ich freue mich drauf.
Alles Liebe
dein Ben




